Casino Royale: Durchschnitt, mehr nicht

Gestern bin ich also gleich ins Kino gerannt um den neuen, von allen hochgelobten, James Bond zu sehen, die Überschrift lässt es aber vermuten: Ich wurde enttäuscht! Ich kann beim besten Willen nicht verstehen wie alle Medien diesen Film so bejubeln können. Gut, da wird wohl bei vielen irgendwie Geld geflossen sein, da dass bei mir aber leider nicht der Fall ist, kann ich schonungslos offen meine Meinung schreiben. Gerade als Bond-Fan muss man eigentlich von diesem Film enttäuscht sein, denn gerade dass was einen typischen Bond ausmacht, wurde über Bord geworfen: Bonds Gegenspieler will nicht mehr die Welt beherrschen, James Bond ist ein knallharter Killer und eher kein versnobter englischer Geheimagent, einen Waffenmeister („Q“ oder meinetwegen auch „R“) gibt es nicht mehr… Da mögen jetzt einige sagen, dass das gut ist und der Film doch trotzdem nicht schlecht sein müsste. Hätte sein können, war es aber nicht. Ich wollte keinen x-beliebigen Agentenfilm sehen, sondern einen „James Bond“. Der Film hat seinen „Bond-Charakter“ verloren. Was dann noch übrig bleibt ist ein durchschnittlicher Actionthriller mit durchschnittlicher Handlung, durchschnittlichen Actionszenen und durchschnittlichen Hauptdarstellern. Einzig ‚Eva Green‘ weiss zu gefallen, dass liegt aber in erster Linie nicht an ihrer Schauspielkunst…

Noch was zum Cinestar Bamberg: Es gab ‚massive EDV-Probleme‘ was u.A. heißt, dass keine Kassen funktionierten. Leider hat man sich kein Beispiel an Starbucks genommen, aber immerhin gab’s wegen „5-Jahre Cinestar“ Gratispopcorn – an denen ich fast erstickt wäre. Aber egal, einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul…