Ubuntu Edge: Eigentlich cool, aber…

Im ersten Moment war die Meldung, dass “Linux-Hersteller” Ubuntu ein eigenes Smartphone raus bringen will relativ uninteressant. Anscheinend möchte mittlerweile jeder ein eigenes Handy produzieren, zuletzt ja Firefox. Während das Alleinstellungsmerkmal beim Firefox-Smartphone sicherlich der günstige Preis ist hätte man das sicherlich von einem Ubuntu-Handy auch erwartet, aber nichts da, ganz im Gegenteil: Der Preis des Ubuntu Edge ist mit (mittlerweile) knapp 700 Dollar sogar relativ hoch bzw. richtig hoch! In meinen Augen ist das das Todesurteil für das Handy, die ganz große Mehrzahl der User wird in diesem Preissegment zu iPhone und Samsung Galaxy-Handys greifen, denn für “Linux” gibt man einfach nicht so viel Geld aus. Ich auch nicht, zumal ich bekanntermaßen kein großer Freund von Linux bin. Schade, denn wenn man sich das Ubuntu Edge mal genauer anschaut ist es gar nicht mal so schlecht. Alleine die Hardware-Daten wissen zu beeindrucken:

  • 4GB RAM
  • 128 GB interner Flash-Speicher
  • Saphirglas (soll wo wesentlich robuster sein als das übliche “Gorilla-Glas”)
  • sehr schneller Multi-Core-Prozessor (“We’ll choose the fastest available multi-core processor”)

Trotzdem ist das meiner Meinung nach nicht das Interessanteste an diesem Handy: In Sachen “Software” geht das Ubuntu-Smartphone einen ganz neuen Weg, denn es befinden sich praktisch 3 Betriebssysteme auf dem Handy! Einerseits kann man das Handy mit “Ubuntu mobile” oder aber mit Android booten . nicht schlecht, ma hat also die Qual der Wahl. Andererseits fungiert das Handy als kompletter “Desktop-Rechner” mit einem “normalen” Linux-Betriebssystem, wenn man es mit einem Monitor und Tastatur verbindet. Das erste Smartphone, welches wirklich eine Art “Hosentaschen-PC” ist. Das ist schon ein cooles Konzept. Man hat weiterhin nur ein Handy aber immer seinen PC mit dabei. Dank 128 GB Speicher hat man auch ausreichend Platz, und sollte das nicht reichen kann man ja immer noch diverse Cloud-Dienste benutzen. Aber wie gesagt: Ich glaube trotz beeindruckender Fähigkeiten des Handys nicht an einen Erfolg, mittlerweile braucht man da auch kein großer Prophet für sein, denn das ausschließlich über die Crowdfounding-Plattform Indigogo angekurbelte Projekt droht zu scheitern. Um es mir mit allen zu verscherzen: Wenn das Handy ein iPhone wäre, beim Verbinden mit einem Monitor und Tastatur als Desktop-Betriebssystem aber Windows booten würde, würde ich es mir kaufen 🙂 🙂

Linux (wieder mal) eine Chance gegeben

Es ist nicht die erste Chance, nein, mindestens die dritte oder vierte in den letzten Jahren, doch erst diesmal hat es (einigermaßen) geklappt: Linux zu installieren.
Der letzte Versuch auf einem Uralt-Notebook war erst vor ein paar Wochen gescheitert: Linux installierte und installierte – und nichts ging. Jetzt war ich mutig und wollte es – ich habe mich für Ubuntu entschieden – auf meinen Hauptrechner installieren. Ich habe schon Blut und Wasser geschwitzt als ich als völliger Linuxneuling gleich mal meine Windows-Partitionen verkleinert habe um für Linux Platz freizuschaufeln – und siehe da: Es hat geklappt!
Als erstes musste man aber gleich mal 142 Updates installieren, naja…
Es sieht auch alles ganz nett aus, auch wenn ich sagen muss dass mir das “look-and-feel” von Windows doch um einiges besser gefällt – bis jetzt. Ja, ich stehe dazu, dass ich Windows gut finde. Es ist definitiv nicht alles gut was aus dem Hause Microsoft kommt (z.B. der Browser), aber das Betriebssystem hat meiner Meinung nach einen schlechteren Ruf als es verdient hätte.