Firefox und IE am Ende?


Zugegeben, die Überschrift ist etwas provokativ, ganz aus der Luft gegriffen ist sie aber nicht, denn kein geringerer als Google hat jetzt auch einen eigenen Browser veröffentlicht: Google Chrome. Microsoft bringt demnächst einen (wie es bisher aussieht) endlich wieder guten Browser mit dem Internet Explorer auf den Markt und Google hat vor wenigen Tagen seinen Vertrag über die Einbindung der Suchmaschine in den Firefox verlängert. Deswegen kommt es (zumindest für mich) schon etwas überraschend, das der Suchmaschinenbetreiber jetzt auch einen eigenen Browser rausbringt. Mein Ersteindruck: Wie üblich steht bei Google auch beim Chrome-Browser die Funktionalität und nicht das Design im Vordergrund. Trotz spartanischer Benutzeroberfläche macht das surfen richtig Spaß, denn im Vergleich zu den anderen Browsern ist Google Chrome wirklich sauschnell wesentlich schneller. Allerdings vermisse ich mein Firefox-Plugin “AdBlock Plus”, ich dachte erst, ich bin im falschen Internet! 🙂 Ob andere Features bzw. Versprechungen, wie etwa die effektive Ausnutzung von mehreren CPU-Kernen wirklich große Vorteile bringen, bleibt noch abzuwarten. Auch muss man sehen, was Google gegen eines der Firefox-Hauptvorteile, den unzähligen Plug-Ins, auffahren wird, aber eines ist klar: Wenn Google den Browsermarkt betritt, müssen sich alle anderen warm anziehen…
Einen ausführlichen Test von Chrome findet man u.a. bei golem.de.

9 thoughts on “Firefox und IE am Ende?

  1. Na das war ja klar, dass Jörn von Jörnsblock als erstes den neuen Browser testet, wenn hier nix gestanden wäre, hätte ich Haus und Hof verloren.
    Mag ja schon ein dolles Stück Software sein – allerdings läuft es am falschen Betriebssystem, so dass es die Mehrheit der nativen “Expensive-Shit”-User nicht verwenden können.
    Mit dem AdBlog hat vollkommen recht, da wird man schnell verwöhnt + wundert sich dann, wie Spiegel-Online wirklich aussieht, wenn man mal einen Spielplatz-Browser verwendet – die Web-Developer-Toolbar möchte ich allerdings erst recht nicht mehr missen!

  2. Das mit dem “falschen Betriebssystem” lasse ich mal unkommentiert…
    Ja, die Firefox-Plug-Ins sind schon toll, erst recht Firebug, aber ich hab’ ja den Browser erstmal nur zum “surfen” benutzt.
    Mittlerweile finde ich den Google Chrome auch nicht mehr sooo toll, er zickt nämlich bei meinen Webseiten rum, obwohl die selbst im Safari funktionieren. Mit innerHTML kommt er da irgendwie nicht so klar.

  3. Das mit dem falschen Betriebssystem hab ich mir gestern abend auch gedacht. Heute morgen mit dem Windows Notebook war dann die Welt erstmal wieder in Ordnung. Bleibt abzuwarten, wie sich die künftigen Marktanteile entwickeln. Aber die “Werbung” prominent neben dem Google Eingabeschlitz könnte schon ihre Wirkung tun.

  4. Naja, im schlimmsten Fall darf der gemeine Web-Entwickler seine Seiten nicht nur in IE6/IE7/IE8, Firefox, Opera und Safari und dem Chrome testen – und am besten noch BrowserHacks einbauen – wobei – auf den Einen kommt’s dann auch nicht mehr an.

  5. So, alles wieder wunderbar:
    Die Fehler beim BuliTippSpiel habe ich ausbessern können, so dass jetzt dort der Google Chrome einwandfrei funktioniert. setRequestHeader mag Chrome wohl nicht, Firefox und Safari hatten damit aber keine Probleme…

  6. Nach intensivem Test und Recherchen über den neuen Browser kann ich nur sagen, dass es generell der falsche Browser ist, da er technisch gesehen in keinerlei Hinsicht besser als Firefox ist. Aber noch wesentlich problematischer sehe ich die
    Nutzungsbedingungen des Browsers, die vorsehen, dass Google sämtliche weltweite, unbefristete Nutzungsrechte an allen Informationen erhält, die durch den Browser laufen.

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