Ein schlechtes Remake – wieder mal

Und wieder mal bin ich drauf herein gefallen und habe mich auf ein Remake eines Filmklassikers gefreut. Heute Abend lief auf Pro7 ein Remake eines Meilensteins der Filmgeschichte: Die Brücke. Meistens muss man bei Antikriegsfilmen das ‘Anti’ mit der Lupe suchen, nicht beim 1959 entstandenen Schwarzweiss-Films “Die Brücke“: Eine Handvoll Jugendlicher ‘freut’ sich, in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges eine (eigentlich bedeutungslose) Brücke verteidigen zu können. Als es dann tatsächlich zu Kämpfen kommt weicht die Begeisterung ziemlich schnell und die ganze Sinnlosigkeit und Grausamkeit dieses Unternehmens wird deutlich. Natürlich ist es schwer, ein gutes Remake einen Filmklassikers zu erstellen, wenn man aber so wie Pro7 an die Sache ran geht ist eigentlich von Anfang an klar, dass das nichts werden kann. Eine (dämliche) Liebesgeschichte einbauen, schlechte Special-Effects gleich zu Beginn und sonst nichts – und fertig ist das schlechte Remake. Nur ein Beispiel: Selten habe ich eine beklemmendere Szene in einem Antikriegsfilm gesehen, als im Originalfilm eine der jungen ‘Soldaten’ die Panzerfaust mit ihren verherenden Auswirkungen in einem Zimmer abfeuert. Die selbe Szene in der Neuverfilmung kommt an die Wirkung der Originalszene nicht mal ansatzweise heran. Schade, da habe ich leider – mal wieder – zu hohe Erwartungen an einen Film gehabt…

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