Live Earth Farce

Am Wochenende fand sie also statt, “Live Earth”, die Veranstaltung die die Welt durch weltweite Konzertveranstaltungen namhafter Pop- und Rockkünstler für das Thema “Klimawandel” sensibilisieren sollte. Am Wochenende scheint auch nichts anderes passiert zu sein, denn “Live Earth” war die Topnews in den Nachrichten. Was gab’s also jetzt am Wochenende?
Zum einen gab’s da unzählige Weltstars (die meist per Flugzeug angereist kamen), die von begeisterten Fans, von denen zig tausende extra mit dem Privat-PKW zu den Konzerten angereist waren, empfangen wurden.
Was war aber denn jetzt der Unterschied zu normalen Konzerten, denn schließlich sollte es ja um Klimaschutz gehen? Die stromfressenden Effekte für Bühnentechnik und Lasershows waren schon mal gleich, auch sahen die Konzertlocations nach der Veranstaltung ganz “normal” aus: Total zugemüllt. Es gab aber doch einen Unterschied: Der Initiator des Projektes, der ehemalige US-Vizepräsident hielt eine Eröffnungs- und Schlussrede. Al Gore? Richtig, der Mann der immer gerne und oft von den Folgen des Klimawandels erzählt und mit seinem Privathaus ungefähr soviel Strom vergeuden verbrauchen soll wie 20 US-Haushalte. Er rechtfertigt ja sein Tun damit, dass er sogenannte “carbon offsets” kauft um die CO2-Billanz wieder auszugleichen und nur Ökostrom verwenden würde (Quelle: wikipedia). Aha, verstehe ich das jetzt richtig? Dass heißt also wenn man genug Geld hat braucht man sich um Klimaschutz eigentlich keine Gedanken machen und kann soviel Ressourcen verschwenden wie man will, da man dass ja alles wieder durch Geld ausgleichen kann! Ganz tolle Message, Mr. Gore!
Die eigentliche Message von Live Earth ist in ein paar Wochen sowieso vergessen – wenn sie denn überhaupt jemanden von den Konzertbesuchern interessiert hat…