Es scheint keinen wirklich zu interessieren

tibet.gifHmm, normalerweise ist die sogenannte Blogsphäre eigentlich immer schnell mit irgendwelchen Solidaritätsbekundungen. Aber dass jetzt in Tibet die Menschenrechte mit Füßen getreten werden scheint wohl keinen zu interessieren. Warum? Weil’s eigentlich nichts Neues ist? Weil wir alle wissen, dass in China Worte wie „Menschenrechte“, „Demkokratie“ oder etwa „Pressefreiheit“ nicht zu existieren scheinen, dafür aber Worte wie „Unterdrückung“, „Umweltverschmutzung“, „Doping“, „Produktpiraterie“ anscheinend ganz gross geschrieben werden? Das wäre aber kein Argument. Am wenigsten verstehe ich, wie manche einen möglichen Olympia-Boykott kategorisch ausschließen. Vielleicht würde dass nicht viel bringen, schaden würde es jedenfalls nicht, denn ich bezweifle, dass z.B. der Afghanistan-Krieg in den 80er Jahren wegen des Boykotts länger gedauert hat. Ganz im Gegenteil: Der „Nicht-Boykott“ im letzten Jahrhundert einer bestimmten Olympiade war wohl definitiv schädlich. Am schlimmsten finde ich in dem Zusammenhang das Argument, dass man mit einem Boykott nur den Sportlern schaden würde. Geht’s noch? Wie sollen die Spiele denn eigentlich ablaufen? Einfach auf „Friede, Freude, Eierkuchen“ in Peking machen und den Rest drum herum einfach vergessen? Ich dachte immer, wegschauen hat noch nie was gebracht….