Casino Royale: Durchschnitt, mehr nicht

Gestern bin ich also gleich ins Kino gerannt um den neuen, von allen hochgelobten, James Bond zu sehen, die Überschrift lässt es aber vermuten: Ich wurde enttäuscht! Ich kann beim besten Willen nicht verstehen wie alle Medien diesen Film so bejubeln können. Gut, da wird wohl bei vielen irgendwie Geld geflossen sein, da dass bei mir aber leider nicht der Fall ist, kann ich schonungslos offen meine Meinung schreiben. Gerade als Bond-Fan muss man eigentlich von diesem Film enttäuscht sein, denn gerade dass was einen typischen Bond ausmacht, wurde über Bord geworfen: Bonds Gegenspieler will nicht mehr die Welt beherrschen, James Bond ist ein knallharter Killer und eher kein versnobter englischer Geheimagent, einen Waffenmeister („Q“ oder meinetwegen auch „R“) gibt es nicht mehr… Da mögen jetzt einige sagen, dass das gut ist und der Film doch trotzdem nicht schlecht sein müsste. Hätte sein können, war es aber nicht. Ich wollte keinen x-beliebigen Agentenfilm sehen, sondern einen „James Bond“. Der Film hat seinen „Bond-Charakter“ verloren. Was dann noch übrig bleibt ist ein durchschnittlicher Actionthriller mit durchschnittlicher Handlung, durchschnittlichen Actionszenen und durchschnittlichen Hauptdarstellern. Einzig ‚Eva Green‘ weiss zu gefallen, dass liegt aber in erster Linie nicht an ihrer Schauspielkunst…

Noch was zum Cinestar Bamberg: Es gab ‚massive EDV-Probleme‘ was u.A. heißt, dass keine Kassen funktionierten. Leider hat man sich kein Beispiel an Starbucks genommen, aber immerhin gab’s wegen „5-Jahre Cinestar“ Gratispopcorn – an denen ich fast erstickt wäre. Aber egal, einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul…

7 thoughts on “Casino Royale: Durchschnitt, mehr nicht

  1. Danke für die Rezession. Jetzt weiß ich, dass ich ihn mir nicht anschauen werde. War aber irgendwie abzusehen, oder? Ich denke, das ist dann wieder so ein Film, wo man das beste schon in den Auschnitten der der diversen Vorschauen gesehen hat.

    Da lobe ich mir ‚Casino Royal‘ aus dem Jahre 1967 mit Peter Seller, David Niven, Woody Allen … The ‚Swinging Sixites‘ pur !!!

  2. Ui, jetz bin ich baff … kein ‚Q‘ mehr – hatte mich (gerade als Pythonist vor dem Herrn) wieder auf John Cleese gefreut, der den Job ja erst von Desmond Llewelyn übernommen hatte.
    Naja, die Killer-Rolle hat Craig ja schon in Layer Cake geübt (wobei der sich da eher zur Ruhe setzen wollte) … ist aber schade, wenn der Charme der alten Filme verloren ist.
    Den alten „Casino Royale“ muss ich mir endlich mal anschauen, den hab ich seit Jahren im DVD-Regal.

  3. Ich denke, dass die „wahren“ James Bond Filme nach Sean Connery und Roger Moore geendet haben. Mit Pierce Brosnan, den ich ansonsten sehr schätze, habe ich als James Bond wenig anfangen können (Timothy Dalton ebenso). Mein absoluter Favorit ist „Man lebt nur zweimal“ und das Remake „Sag niemals nie“.

    „Casino Royal“ habe ich das erste Mal als Kind gesehen und dann erst jetzt wieder vor einigen Monaten auf einem der PREMIERE Sender wieder entdeckt. Da hat man sich später viel für die AUSTIN POWERS Filme abgeschaut (inkl. der Titelmelodie die meiner Meinung auch so ähnlich wie die von Casino Royal anno 1967 klingt).

    Mein absoluter Favorit in diesem Film ist Woody Allen mit seinem Zitat “… ich befreie Sie und dann laufen wir Amok! Und wenn Sie dann zu müde sind, gehen wir eben.”

  4. Zum Cinestar Bamberg: Die „massiven EDV Probleme“ waren ein Server-Ausfall des Ticketsystems. Kassen gab es schon, allerdings mit Odeon-Technik (die uralten Abreiss-Karten aus dem Schrank geholt).
    Das Popcorn war übrigens dasselbe wie immer, ob kostenlos hin oder her.. kommt immer drauf an wer’s gemacht hat (persönlicher Tipp: einfach mal an der Theke fragen ob man mal auf Verträglichkeit testen darf).

    OT: Sehr gut gemachtes Weblog übrigens, schön anzuschauen und übersichtlich, interessante Themen.

    Viele Grüße,

    Stefan

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