Ein ganz schlechter Film

Eine meiner Filmthesen lautet: Der deutsche Kinofilm besteht fast ausschließlich aus mehr oder weniger gelungenen Komödien, wenn man sich dann aber doch mal an ein anderes Genre wagt, geht das so gut wie immer in die Hose. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber leider wurde meine Behauptung mal wieder „eindrucksvoll“ bestätigt, und zwar mit dem Film „Der Rote Baron„. Da geht man mal wieder seit langem ins Kino und um es vorweg zu nehmen: „Der Rote Baron“ ist einer der schlechtesten Filme, die ich je im Kino gesehen habe (es gibt schon viel schlechtere Filme, aber dafür habe ich kein Geld an der Kinokasse geopfert). Warum?

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Into the Wild

So, jetzt habe ich auch den Film gesehen, viel mehr als in diesem Artikel gibt’s eigentlich nicht zu sagen: Der Film hält sich stark an die Romanvorlage und ist wirklich empfehlenswert. Extra erwähnenswert ist aber noch der Soundtrack von Eddie Vedder. Eddie wer? Ich kannte den bisher nicht, wie man bei Wikipedia aber nachlesen kann hat er schon mit einigen bekannten Bands zusammen gearbeitet. Egal, jetzt kenne ich ihn und ich finde dass selten ein Soundtrack so gut zum Film gepasst hat wie dieser. Der folgende Song „Guaranteed“ wird im Abspann gespielt und es wird sogar die deutsche Übersetzung eingeblendet: Wohl damit Leute wie ich auch mal auf den Text achten (müssen) und dann feststellen, dass der Text nicht nur als „Lückenfüller“ dient, sondern genau zum Song passt:

Wunderschöne Blaubeeren


Eine komische Überschrift, zugegeben, aber das ist ein Zitat bzw. vielmehr der letzte Tagebucheintrag von Chris, bevor er wenige Tage später in der Wildnis von Alaska 1992 starb. Das Buch „In die Wildnis“ erzählt die wahre Geschichte des Chris McCandless, der nach seinem (erfolgreichem) Studium sein Leben radikal umkrempelte: Chris spendete sein gesamtes Vermögen (er stammte aus einer wohlhabenden Familie) und zog quer durch Amerika, lernte die verschiedensten Leute kennen, und verdiente sich Geld mit Gelegenheitsjobs. Sein großes Ziel: Nach Alaska trampen und dort jenseits der Zivilisation (über-)leben. Nach 2 Jahren wurde Chris großer Traum Wirklichkeit – aber nur für ca. 113 Tage. Dann starb er vermutlich an einer Mischung aus Entkräftung und Vergiftung (durch das Essen giftiger Pflanzenteile).
Das Buch „In die Wildnis“ kommt als Film Ende Januar in die deutschen Kinos und durch eine Vorschau bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Stellenweise ist es recht langweilig, vor allem wenn der Autor seine eigenen Erfahrungen erzählt („blablabla…), aber das kam man ja einfach überlesen. Alles in allem ist das Buch interessant, faszinierend und oft auch bewegend. Gerade am Ende wird das Buch tragisch, denn die Rettung wäre gar nicht mal so weit weg gewesen, der Weg dorthin war aber durch einen (scheinbar) unüberwindbaren Fluß versperrt…
Den Film will ich mir auf jeden Fall ansehen. Chris wird von Emile Hirsch gespielt, der im Film Alpha Dog eine ganz gute Leistung gezeigt hat.
Meine Erwartungen an den Film sind realtiv hoch, hoffentlich nicht (wie so oft) zu hoch…

Vielversprechender Trailer

Es kommt ganz selten vor, dass ich von einem Film überhaupt nichts weiß und mich dann nur ein einziger Trailer ins Kino locken wird – bei 28 Weeks Later ist das aber mal wieder der Fall. Den Vorgängerfilm (28 Days Later) kannte ich (bisher) nur von Namen, der Trailer der vor Stirb Langsam 4.0 lief, sieht aber wirklich interessant aus. Blöd nur, dass ich schon mehrmals feststellen musste, dass viel mehr Arbeit in einen Trailer als in den kompletten Film gesteckt wurde, der Vorschaufilm also wesentlich mehr versprach als der Film dann letztendlich halten konnte. Aber mal abwarten, jetzt werde ich mir also erstmal 28 Days Later auf DVD anschauen und dann wird man weiter sehen


Die Musik in der zweiten Hälfte des Trailers stammt übrigens von Muse: Shrinking Universe (hab‘ ich auch erst „ergooglen“ müssen)

Update:
Naja, 28 Days Later ist jetzt nicht wirklich gut…

Film: Das wilde Leben

Cinema 2Wie schon geschrieben, läuft der Film „Das wilde Leben“ in Bamberg nicht, weder im Cinestar noch in den beiden Programmkinos – warum auch immer. Daher musste ich jetzt also bis nach Münster fahren, um den Film sehen zu können. Natürlich bin ich nicht wegen dem Film so weit gefahren, aber wenn man schon mal da ist…
Ich fand den Film ganz gut, auch die Hauptdarstellerin Natalia Avelon spielte die Uschi Obermaier nicht schlecht (obwohl es ja abwertend geheißen hat, sie kann besser singen als Schauspielern). Viel interessanter als der Film war jedoch das Kino, das „Programmkino Cinema„. Klar, auch das Bamberger Odeon hat seinen Charme, aber das Kino war ein Erlebnis für sich. Wir hatten Plätze in der drittletzten Reihe – man kann aber auch sagen dass wir in der zweiten Reihe saßen, den das Kino hatte doch tatsächlich insgesamt nur vier Sitzreihen (siehe Bild) – der Saal war wesentlich breiter als lang… Trotzdem – oder gerade deswegen: Das Kino war mit seinen 58 Plätzen rappelvoll, ich würde sagen der Film war ausverkauft. Heimkinofreaks haben wahrscheinlich eine größere Leinwand – aber definitiv nicht so ein Kinofeeling!

Warum klatschen die Leute?

Ich habe gestern weder Sylvester Stallone noch sonst wem von der Filmcrew von „Rocky Balboa“ im Cinestar in Bamberg gesehen. Und trotzdem haben mehrere Leute nach dem Film geklatscht! Wieso? Sind die bescheuert? Oder haben die für den Filmvorführer applaudiert? Der hat aber seinen Job jetzt nicht sooo gut gemacht, die Trailer und die Werbung waren teilweise nur auf der unteren Hälfte der Leinwand zu sehen. Noch mal für alle Klatscher zum mitschreiben: Das war gestern in Bamberg nicht die Deutschlandpremiere, es war keiner da der sich über den Applaus freuen hätte können! Kurz zum Film: Natürlich wesentlich besser als Rocky V (ist aber auch nicht schwer). An Rocky I und IV kommt er aber lange nicht ran. Ab und zu ganz nette Dialoge und die an sich ja platte Geschichte war auch ganz gut umgesetzt, aber der Boxkampf zum Schluss war jetzt nicht so der Brüller. Es wäre wohl doch das beste gewesen nach dem vierten Teil aufzuhören…

Casino Royale: Durchschnitt, mehr nicht

Gestern bin ich also gleich ins Kino gerannt um den neuen, von allen hochgelobten, James Bond zu sehen, die Ãœberschrift lässt es aber vermuten: Ich wurde enttäuscht! Ich kann beim besten Willen nicht verstehen wie alle Medien diesen Film so bejubeln können. Gut, da wird wohl bei vielen irgendwie Geld geflossen sein, da dass bei mir aber leider nicht der Fall ist, kann ich schonungslos offen meine Meinung schreiben. Gerade als Bond-Fan muss man eigentlich von diesem Film enttäuscht sein, den gerade dass was einen typischen Bond ausmacht, wurde über Bord geworfen: Bonds Gegenspieler will nicht mehr die Welt beherrschen, James Bond ist ein knallharter Killer und eher kein versnobter englischer Geheimagent, einen Waffenmeister („Q“ oder meinetwegen auch „R“) gibt es nicht mehr… Da mögen jetzt einige sagen, dass das gut ist und der Film doch trotzdem nicht schlecht sein müsste. Hätte sein können, war es aber nicht. Ich wollte keinen x-beliebigen Agentenfilm sehen, sondern einen „James Bond“. Der Film hat seinen „Bond-Charakter“ verloren. Was dann noch übrig bleibt ist ein durchschnittlicher Actionthriller mit durchschnittlicher Handlung, durchschnittlichen Actionszenen und durchschnittlichen Hauptdarstellern. Einzig ‚Eva Green‘ weiss zu gefallen, dass liegt aber in erster Linie nicht an ihrer Schauspielkunst…

Noch was zum Cinestar Bamberg: Es gab ‚massive EDV-Probleme‘ was u.A. heißt, dass keine Kassen funktionierten. Leider hat man sich kein Beispiel an Starbucks genommen, aber immerhin gab’s wegen „5-Jahre Cinestar“ Gratispopcorn – an denen ich fast erstickt wäre. Aber egal, einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul…

Kino: deutschland. ein sommermärchen

„Da brennt der Bauuum“ ist eines der (unfreiwillig?) witzigen Zitate aus dem Film „deutschland. ein sommermärchen„, abgegeben von Jürgen Klinsmann. „Lohnt es sich eigentlich den Film im Kino anzuschauen obwohl er doch schon im Dezember im Fernsehen läuft?“ Diese Frage musste ich mir nach dem Film gestern Abend mit „nein, wohl eher nicht“ beantworten. Gut, der Film ist nicht schlecht, aber auch nicht der große Megafilm wie er von den Medien gerne dargestellt wird (mit Ausnahme von spiegel.de). Man weiss doch wie die WM ausgegangen ist, auch weiss man dass da die ein odere ander Hohlbratze rumläuft, was erfährt man dann durch den Film? Nicht viel, aber man darf den Film auch weniger als Dokumentarfilm als vielmehr als eine Art „Komödie“ sehen. Schon lustig wie Klinsmann vor dem Spiel die Mannschaft mit teils deftigen Worten aber relativ ruhiger Sprache heiß zu machen versucht – und keiner reagiert. Aber vor allem das Duo Podolski-Schweinsteiger sorgen für den ein oder anderen Lacher. Apropos „Schweini“: Dem habe ich unrecht getan, der Junge kommt gar nicht mal so unsympathisch rüber und das ist dann doch eine Erkenntnis die ich aus dem Film gewinnen konnte. Alles in allem kein besonders herausragender, aber dennoch unterhaltsamer Film, nur am Schluss hat mich eine Szene bzw. „Nichtszene“ arg gestört: Es wird abgestimmt ob man überhaupt noch Bock hat sich von den Fans nach dem letzen Spiel zu verabschieden. Das wäre doch mal interessant gewesen wer da mit „nein“ gestimmt hat, aber gezeigt wurde das natürlich nicht…

Kino: Monster House

Das Wochenende und vor allem das durchwachsende Wetter waren mal wieder bestens für einen Kinobesuch geeignet, doch welcher Film? Groß und gut ist das Angebot ja im Moment nicht: Auf irgendeine dämliche deutsche Komödie oder aber auf ein nicht minder dämliches Miami-Vice-Remake hatten wir keine Lust, also blieb quasi nur der Film „Monster House“ übrig.

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