Amazon: Buch und „Yesterday Shipping“


Amazon ist und bleibt mein persönliches „Einkaufsparadies“: Außer Lebensmittel und Klamotten kaufe ich dort alles: Günstiger Preis und perfekter Service, so muss es sein. Wie schon mal erwähnt, lese ich gerne Firmenbiographien, und daher war klar, dass ich die neue über Amazon auch haben musste. Vor Jahren habe ich zwar schon mal eine gelesen, aber ein neues Buch mit neuen Fakten kann ja nicht schaden. Leider sind die neuen Fakten sehr dünn gesät. Gut, über den Erfolg und die Geschichte des Kindles konnte ich vor ein paar Jahren noch nicht lesen, aber ansonsten gibt’s wenig Neues. Nicht falsch verstehen: Das Buch ist nicht schlecht und durchaus zu empfehlen – aber nur für die, die noch kein Buch über Amazon gelesen haben.
Apropos: Im Buch wird auch ausgiebig auf echte und vermeidliche Innovationen eingegangen, folgende ist aber so brandaktuell, dass davon natürlich noch nichts drin steht… 🙂
Amazon Yesterday Shipping

Buchtipp: ‚Steve Jobs‘

Ich lese gern, zwar nur ab und zu aber dann kann ich – wenn das Buch gut ist – es auch nicht wieder aus der Hand legen. Neben Romanen (z.B. die Stig-Larsson-Trilogie oder Bücher in der Art eines Michael Crichtons) zählen zu meinen “Lieblingsgenres”, aber auch Unternehmensbiographien. Angefangen von „Aldi“ über „Coca-Cola“, „Michael Dell“, „Amazon“, „McDonald’s“, „Bill Gates“ usw. gibt’s hier mal mehr und mal weniger „spannende“ bzw. interessante Geschichten von der Entwicklung von Weltkonzenrne bzw. deren Gründer. Ganz aktuell und im Moment auf Platz 1: Die Biographie von Steve Jobs. Auch wenn ich mittlerweile ein iPhone habe und es auch noch gut finde, ein Apple-Fan bin ich deswegen noch lange nicht und so war ich anfangs sehr skeptisch was dieses Buch betraf: Eine von Steve Jobs autorisierte Biographie kann ja eigentlich nicht gut sein, außer eine große Lobhudelei wird da nicht viel drin stehen. Doch ich habe mich getäuscht, denn meine nicht gerade positive Meinung über Jobs wurden mit diesem Buch eher verstärkt als ausgeräumt! Klar, Steve Jobs war stellenweise schon brillant und hatte gerade in den letzten 10 Jahren oft den richtigen Riecher, als Mensch war er aber, sagen wir mal „schwierig“. Und gerade diese Mischung machen die Biographie von Jobs so interessant und damit dieses Buch so lesenswert – erst recht, wenn die Geschichte so gut aufbereitet wurde wie in diesem Fall. Dem Autor Walter Isaacson verdankt man ein kurzweiliges Buch, Langeweile oder trockenes runterleiern von Fakten wie bei manche Biographie findet man hier nicht. Isaacson hat es wirklich drauf! Ich kann dieses Buch also nur wärmstens empfehlen. Dank des guten Autors und der wirklich interessanten Biographie eines der ganz wichtigen Persönlichkeiten der Computerbranche empfehlen – auch Leuten die sonst mit solchen Büchern eher nichts anfangen können.

(PS: Den Beitrag habe ich aus Testgründen größtenteils auf einem (geliehenen) iPad 2 geschrieben: Naja, schon recht mühsam…)

Die Stieg-Larsson-Trilogie

Es wird wieder mal Zeit etwas in meinen Blog zu schreiben bevor er ganz in Vergessenheit gerät. Nein, meine „Blog-Midlife-Crisis“ ist nicht überstanden, obwohl es gerade einiges gäbe wo ich meinen Senf dazu gegen könnte, sei es zu den dämlichen japanischen Walfängern oder zum ein oder anderen interessanten „Elektronikteil“ von der CES-Messe. Aber es gibt nichts dergleichen, sondern (mal wieder) einen Buchtipp, vielmehr 3 Buchtipps. Und dass müssen schon gute Bücher sein, wenn sie mich dazu bewegen, mal wieder was zu bloggen. Eigentlich halte ich nicht viel von Büchercharts, meistens findet man dort eh nur von irgendwem (Fernsehsender…) hochgepuschte, dämliche Bücher, die aktuelle Top 3 (egal ob Spiegel, Amazon oder sonstiges) ist aber schon bemerkenswert, wird sie doch allein von einem Autor „bestückt“: Stieg Larsson. Ohne zu wissen um was es eigentlich geht habe ich angefangen, dass erste Buch, „Verblendung“ zu lesen, also ohne große Erwartungen, und siehe da: Das Buch war gut, richtig gut – und die beiden anderen Teile sind sogar noch besser. Die drei Bücher dieses schwedischen Autors sind das Beste was ich seit langem gelesen habe! Endlich mal wieder Bücher die ich wirklich schwer aus der Hand legen konnte. Letztendlich sind das zwar „nur“ Krimis/Thriller, aber solche an denen ich höchstens Kleinigkeiten auszusetzten hätte: Die Geschichten rund um das „Ermittlerduo“ Blomquist/Salander (wenn Lisbeth Salander nicht fiktiv wäre, würde ich diese Person ja zu gerne mal kennen lernen…) sind spannend und, wie schon gesagt, so geschrieben, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen muss wie es weiter geht. Ich habe jetzt das dritte Buch ausgelesen und bin fast etwas traurig, denn es war das letzte von Stieg Larrson, obwohl es eigentlich eine zehnteilige Serie werde sollte. Es existieren aber nur 3 Bücher, da der Schwede leider 2004 verstorben ist. Laut Wikipedia soll aber zumindest ein weiterer Teil fast fertig sein, ob er jedoch jemals veröffentlicht wird steht in den Sternen. Ich kann es nur hoffen! Stieg Larsson hat es mit den drei Bücher jedenfalls geschafft, zu meinen Lieblingsautoren zu zählen. Unbedingt zu empfehlen!
Die besten Autoren, wie ja auch Michael Crichton, sterben leider viel zu früh…

Buchtipp ‚Ein König für Deutschland‘

Eine Buchempfehlung bzw. -kritik habe ich schon lange nicht mehr gebloggt, es wird also mal Zeit. Zufällig bin ich über ‚Ein König für Deutschland‘ von Andreas Eschbach gestolpert und habe mir das Buch sofort gekauft. Von dem Buch wusste ich nichts, der Autor ist mir jedoch von ‚Eine Billion Dollar‘ (weniger gut), aber vor allem durch ‚Abgebrannt‘ (sehr gut) bekannt. Irgendwie erinnern seine Roman an meinen Lieblingsautor Michael Chrichton. Es ist sicherlich übertrieben, wenn ich Eschbach als ‚deutschen Chrichton‘ bezeichnen würde, was er aber mit ‚Ausgebrannt‘ und jetzt mit ‚Ein König von‘ Deutschland‘ abgeliefert hat geht definitiv in diese Richtung! Fiktive, auf den ersten Blick vielleicht völlig aus der Luft gegriffene, Szenarien werden geschickt in die reale Zeitgeschichte eingebettet und mit aktuellen wissenschaftliche Fakten oder politischen Ereignissen verknüpft, so dass die erfundene Story gar nicht mehr so unrealistisch erscheint bzw. so wirklich stattfinden könnte – zumindest fast. In ‚Ein König für Deutschland‘ geht es im Kern darum, dass eine neu gegründete Partei in Deutschland die (konstitutionelle) Monarchie mitsamt einen König einführen will – zumindest vordergründig – und die Bundestagswahl mit diesem ‚Wahlprogramm‘ auch haushoch gewinnt. Klingt erst mal dämlich, ist es aber nicht: Natürlich würde in Deutschland so eine Partei niemals die absolute Mehrheit erringen (oder doch?), aber hinter diesem Wahlsieg steckt eigentlich ein großer Betrug mit Wahlcomputern. Der ist auch offensichtlich, aber nachgewiesen werden kann er nicht so einfach… Die Wurzel dieses Wahlbetruges liegt in den letzten Präsidentschaftswahlen der USA, die (in diesem Buch) auch manipuliert worden sind. Wie gesagt: Die an sich unglaubwürdige Geschichte wird durch das ständige vermischen mit wirklichen Fakten durchaus glaubwürdig und regt zum Nachdenken an. Interessant ist auch das Ganze „Was wäre wenn?“. Wie würde das Ausland reagieren, wie würde die jetzige Regierung handeln? Hier liegt aber auch mein Hauptkritikpunkt in dem Buch: Diese meiner Meinung nach sehr interessanten Ereignisse werden nur am Schluss eher am Rande behandelt und am Ende hapert’s auch etwas mit der Glaubwürdigkeit der Handlung, dass klappt nicht mehr so gut wie im Rest des Buches. Schade. Da hat man dann das Gefühl, dass dem Autor die Luft ausgegangen ist bzw. dass er, nachdem er dem Leser die Gefahren der Wahlcomputer deutlich gemacht hatte, irgendwie nicht mehr die ganz große Lust hatte. Trotz dieses Kritikpunktes kann ich zum Buch ‚Ein König für Deutschland‘ nur eins sagen: Lesen!

Wunderschöne Blaubeeren


Eine komische Überschrift, zugegeben, aber das ist ein Zitat bzw. vielmehr der letzte Tagebucheintrag von Chris, bevor er wenige Tage später in der Wildnis von Alaska 1992 starb. Das Buch „In die Wildnis“ erzählt die wahre Geschichte des Chris McCandless, der nach seinem (erfolgreichem) Studium sein Leben radikal umkrempelte: Chris spendete sein gesamtes Vermögen (er stammte aus einer wohlhabenden Familie) und zog quer durch Amerika, lernte die verschiedensten Leute kennen, und verdiente sich Geld mit Gelegenheitsjobs. Sein großes Ziel: Nach Alaska trampen und dort jenseits der Zivilisation (über-)leben. Nach 2 Jahren wurde Chris großer Traum Wirklichkeit – aber nur für ca. 113 Tage. Dann starb er vermutlich an einer Mischung aus Entkräftung und Vergiftung (durch das Essen giftiger Pflanzenteile).
Das Buch „In die Wildnis“ kommt als Film Ende Januar in die deutschen Kinos und durch eine Vorschau bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Stellenweise ist es recht langweilig, vor allem wenn der Autor seine eigenen Erfahrungen erzählt („blablabla…), aber das kam man ja einfach überlesen. Alles in allem ist das Buch interessant, faszinierend und oft auch bewegend. Gerade am Ende wird das Buch tragisch, denn die Rettung wäre gar nicht mal so weit weg gewesen, der Weg dorthin war aber durch einen (scheinbar) unüberwindbaren Fluß versperrt…
Den Film will ich mir auf jeden Fall ansehen. Chris wird von Emile Hirsch gespielt, der im Film Alpha Dog eine ganz gute Leistung gezeigt hat.
Meine Erwartungen an den Film sind realtiv hoch, hoffentlich nicht (wie so oft) zu hoch…

Buch-Tipp: Neue Vahr Süd

Einige werden sicherlich den Film „Herr Lehmann“ mit Christian Ulmen kennen. Der Film ist nicht schlecht, die Romanvorlage habe ich allerdings bis jetzt noch nicht gelesen. Dafür aber das Nachfolgebuch von Sven Regner, „Neue Vahr Süd“. Zeitlich spielt das Buch vor „Herr Lehmann“, denn es wird das Leben des 20-jährigen Frank Lehmann geschildert und dieses Leben ist alles andere als Langweilig: Frank Lehmann muss zur Bundeswehr (obwohl er das eigentlich gar nicht will), er zieht spontan zu Hause aus und in eine mehr als unkonventionelle WG ein und irgendwie rutsch er immer von einem Problem ins Nächste. Das Buch ist unterhaltsam und witzig geschrieben, oft regt es auch zum Nachdenken an (vor allem zum Schluss). Und wer wie Frank Lehmann beim „Bund“ war, dem wird die ein oder andere Schilderung ziemlich bekannt vorkommen. Alles in allem ein wirklich unterhaltsames Buch, nur der Schreibstil ist „gewöhnungsbedürftig“ bzw. nervt manchmal: Laut Wikipedia verwendet Sven Regner 890-mal den Ausdruck „dachte er“. manchmal denkt man dann doch beim Lesen, dass ist vielleicht das ein oder andere „dachte er“ zu viel…

Besuch der Frankfurter Buchmesse

Nein, ich bin weder der ganz große Bücherfreak noch will ich jetzt plötzlich auf „intellektuell“ machen, trotzdem war ich am Samstag in Frankfurt auf der Buchmesse. Fazit: Schön, dass ich mal dort gewesen bin, das langt aber auch für die nächsten Jahre. Stellenweise schon interessant, war diese größte Buchmesse der Welt aber doch eher was für Händler anstatt für „Normalbesucher“: Was nützt es wenn ich in Büchern blättern, diese aber nicht kaufen kann. Bis zur Veröffentlichung hat man dass dann sowieso wieder vergessen…