Podcast-Audiokommentar

Ich hab‘ mal für einen Podcast über Retrospiele, retrokompott.de, einen Audio-Kommentar verfasst – der dann auch tatsächlich vorgespielt worden ist! Wer gerne meine zwei kleinen Anekdoten aus den 80ern zu damaligen Homecomputer-Spielen hören möchte, kann das HIER tun. 🙂

Sherp ATV: Das coolste Geländefahrzeug

Sherp ATV
Bild-Quelle: sherp.ru

70000 Dollar – soviel soll das Geländefahrzeug „Sherp ATV“ einer russischen Firma kosten. Klar, viel Geld – zu viel Geld. Für ca. ein 1/6 oder weniger könnte man sich’s ja vielleicht als „Sparziel“ vornehmen, so wird es leider ein unerreichter Traum bleiben…

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das ein absolut cooles Fahrzeug ist, eigentlich das erste welches den Namen All Terrain Vehicle wirklich verdient. Man muss sich einfach nur das in diesem Beitrag verlinkte Video (gibt noch ein paar andere bei Youtube) ansehen um zu merken, dass ich recht habe. 🙂 Selbst auf dem Wasser ist das Fahrzeug noch mit 6km/h unterwegs und selbst das Einbrechen auf zugefrorenen Gewässern stellt kein großes Problem dar! Grund für die Schwimmfähigkeit und auch die enorme Geländegängigkeit sind die nicht zu übersehenden überdimensional großen Reifen. Der russische Mechaniker Alexei Garagashyan hat quasi einfach ein Fahrzeug um große, mit niedrigem Luftdruck befüllten Reifen, drumrum gebaut und einen kleinen Diesel-Motor der japanischen Firma Kubota eingebaut: Schwupps ist das ganze fertig! Ach ja: „Gelenkt“ wird übrigens ähnlich wie bei einem Kettenfahrzeug: Man bremst eine Rad-Seite einfach ab und kann somit sogar praktisch auf der Stelle drehen.

Eat the chocolate

Bitte das folgende Post nicht ganz ernst nehmen… 😉

Wer sich schon mal mit Zeitmanagement beschäftigt hat (Seminar, Vortrag,…) wird mit großer Wahrscheinlichkeit über den Ausdruck „Eat The Frog“ gestolpert sein. Prinzipiell hört sich das System dahinter gar nicht mal verkehrt an: „Eat The Frog“ geht davon aus, dass man Frösche nicht mag und übertragen bedeutet das dann, dass man unangenehme Aufgaben am besten zuerst erledigen soll. Begründung: Man hat die lästigen Tätigkeiten vom Tisch, fühlt sich gut da die Sache schon erledigt ist und geht dann voller Energie an die weiteren, dann schöneren Aufgaben. Soweit diese Theorie. Ich stelle jetzt einfach mal eine andere Theorie auf und nenne sie „Eat the chocolate“ oder auf fränkisch: „Den Schoklad essen“. 🙂

Das Prinzip bei „Den Schoklad essen“ ist schnell erklärt: Einfach immer nur die Aufgaben erledigen die einem Spaß machen. Da man sich nicht mit „Frosch-Aufgaben“ quält, gehen diese Aufgaben schnell von der Hand, man ist effizient und hat Spaß bei der Arbeit. Was ist jetzt aber mit den lästigen Aufgaben? Die erledigt man einfach dann, wenn es wirklich nicht anders geht. Wenn also die unangenehme Aufgabe nicht mehr aufschiebbar ist (Termindruck,….), dann – und erst dann – muss man sich um diese Aufgabe kümmern. Klar, da ist die Laue nicht besonders gut, aber: Zum einen war die Laune dafür die ganze Zeit gut und man konnte effizient arbeiten, zum anderen leidet dann die Effizienz aufgrund des Termindruckes nur bis zu einem bestimmten Maß. Und ich behaupte einfach mal, dass unter dem Strich die Effizienz höher ist als bei der „Frosch-Ess-Methode“. Wenn aber gar kein äußerer Druck für so eine Aufgabe vorliegt, erledigt man die dann praktisch nie: Man spart sich also sogar mitunter eine unangenehme Aufgabe, während ein anderer diesen „Frosch“ vielleicht schon längst missmutig gegessen hat. Und daraus folgt: „Den Schoklad essen“ ist erfolgreicher als „Eat the Frog“.

P.S.:
In diesem Zusammenhang kann ich nur wärmstens das Buch Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Tommy Jaud empfehlen.

Neue Drohne, aber kein Quadrokopter

Das Thema „Drohen“ beschäftigt mich schon seit ein paar Jahren und prinzipiell hätte ich gerne eine, z.B. eine DJI Phantom 3. Was mich bisher davon abgehalten hat: Zum einen der Preis (1000 Euro und mehr) und vor allem die Tatsache das es trotz allem eigentlich nur eine nette Spielerei ist. Wahrscheinlich werde ich mir deshalb auch die auf der der Elektronikmesse CES 2016 hat von Parrot vorgestellte Drohne nicht kaufen, ein interessantes Konzept ist es aber schon. Das Besondere: Es ist eine Drohne, aber kein Quadrocopter! Beim Parrot Disco handelt es sich um einen Starrflügler, also praktisch um ein Flugzeug, genauer gesagt um einen Nurflügler. Nachteil dieses Konzepts: Seitwärts- und Rückwärtsflug oder schweben ist natürlich nicht möglich, dafür ist die Konstruktion (relativ) simpel (z.B. nur ein Motor) und es werden höhere Geschwindigkeiten erzielt (bis zu 80 km/h) – trotzdem soll die Disco leicht zu steuern (auch mittels FPV) sein und satte 45 Minuten in der Luft bleiben können. Das einzige was – konzeptbedingt – etwas „unschön“ aussieht, ist die automatische Landung, die meiner Meinung nach eher einem „kontrolliertem Absturz“ gleicht. Wie sich das auf die Haltbarkeit auswirkt wird man erst sehen, wenn die Drohne auf den Markt kommt. Auch wenn das irgendwann 2016 der Fall sein wird, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering, dass ich mri das Teil kaufen werden… 😉

Meine Meinung zur Apple Watch

Bild: Apple
Bild: Apple

Erst der iPod, dann das iPhone gefolgt vom iPad. In den letzten Jahren hat Apple viel richtig gemacht, Trends gesetzt und sich in den Segmenten überall an die Spitze gesetzt. Jetzt versucht Apple auch den „Uhrenmarkt“ bzw. den Smartwatch-Markt aufzumischen. Ich traue Apple viel zu, aber ob die Apple Watch ein Erfolg wird wage ich doch zu bezweifeln, trotz der unzähligen „Apple-Fanboys“ die sich die Uhr sicherlich gleich kaufen werden und am Veröffentlichungstermin lange Schlangen vor den Apple-Stores verursachen werden. Die Präsentation der Apple Watch war ja „ganz nett“, ein „Wow-Effekt“ oder ein „Killer-Feature“ oder auf gut deutsch ein Alleinstellungsmerkmal hat die Uhr nicht. Bezahlen, im Hotel oder Flughafen einchecken oder ein Taxi rufen. Hmm. Haut mich nicht vom Hocker. Alles andere kann die Konkurrenz (z.B. von Pebble) bereits schon lagen – und das auch noch viel günstiger. Der Preis ist der größte Kritikpunkt. 400-700 Euro (für das „normale“ Modell) für eine Smartwatch der ersten Generation mit einer Akkulaufzeit von ca. 18 Stunden? Da passt das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht. Die Uhr müsste viel billiger werden, dann könnte sie ein Erfolg werden. Abschreiben darf man aber Apple nicht, denn wenn man sich heute an das iPhone 1 zurück erinnert mag man auch kaum glauben dass sich dieses Mobiltelefon zum besten Handy entwickelt hat. Vielleicht gelingt dsd Apple mit der Apple Watch ja auch. Aber wird Apple jedes Jahr (wie beim iPhone und iPad) eine neue Version der Uhr auf dem Markt bringen? Das würde natürlich die Käufer der ersten Stunde, speziell die der Luxusversion, vor den Kopf stoßen. Fragen über Fragen…

Oculus Rift war gestern

Zugegeben, eine provokante Überschrift, denn das Virtual Reality-Headset Oculus Rift ist ja noch nicht mal erschienen. Trotzdem ist es vielleicht zum Veröffentlichungstermin – wann auch immer der sein mag – schon überholt. Warum? Weil HTC und Valve auch so ein Teil unter dem Namen „Re Vive“ herausbringen wollen – nur eben viel besser… Das Oculus Rift wird wohl seit mittlerweilen drei Jahren entwickelt und gilt bzw. galt als die „Virtual Reality“-Sensation für den Enkundenmarkt. Mit Programmierlegende John Carmack als blabla und den Millionen bzw. Milliarden vom Neubesitzer Facebook schien klar, dass die Konkurrenz wohl erstmal ausgeschaltet sein wird. Klar, die Unterhaltungsriesen Sony und Samsung kündigen auch mehr oder weniger halbherzig VR-Geräte an. mehr als „ganz nett“ lesen sich die Spezifikationen und Berichte aber nicht. Doch plötzlich taucht quasi wie aus dem nichts HTC im Schlepptau mit Valve auf der Game Developers Conference auf und präsentiert ein VR-System, welches das Oculus Rift ziemlich alt aussehen lässt. Die Auflösung ist zwar schlechter, dafür soll die Virtuelle Realität und die Interaktion mit selbiger wesentlich besser sein als beim „Vorzeigemodell“. Grund sind hier vor allem zwei Komponenten: Zwei Kameras die den Raum überwachen und für jede Hand einen Controller, mit denen auch die Körperbewegung und nicht nur die Kopfbewegung in der virtuellen Welt abgebildet wird. Angeblich soll auch durch diese exakte Bewegungserkennung das Problem „Motion Sickness“, also Schwindelgefühl und Übelkeit, gelöst sein. Egal welche Pressestimmen man dazu liest, alle Journalisten berichten begeistert von Tests dieses VR-Systems. Hört sich alles gut an. Wermutstropfen könnten jetzt ein zu hoher Preis und der schon nicht gerade geringe Platzbedarf (praktisch ein ganzer, halbwegs leerer Raum) sein. Und ein großes Fragezeichen steht natürlich hinter dem angekündigten Veröffentlichungstermin, der Ende 2015 sein soll. Weitere Infos gibt’s z.B. bei heise.de (da sieht man auch ganz gut auf einem Bild, wie das prinzipiell funktioniert). Nebenbei hat Valve auf der Game Developer Conference auch noch (zum wiederholten Male) die sogenannten „Steam Machines“ und den dazugehörigen Controller.  Das spricht jetzt nicht unbedingt für „Termintreue“, da die diese „PC-Konsolen“ ja schon vor längerem auf den Markt kommen sollten…

Paketkopter von DHL

Verschiedene Unternehmen, wie z.B. Amazon (<a title=“Amazon prime Air“ href=“http://www.amazon.com/b?node=8037720011″>Amazon Prime Air</a>) oder Google arbeiten mehr oder weniger lange an Lösungen, Quadcopter für die kommerzielle Sendungszustellung einzusetzen. Auch die Post bzw. DHL ist vor einigen Monaten auf den Zug aufgesprungen und hat ebenfalls einen Quadcopter vorgestellt. Und siehe da: Der sogenannte „Paketkopter“ wird jetzt tatsächlich genutzt – somit hat DHL nicht nur aufgeholt sondern ist der Konkurrenz jetzt sogar einen Schritt voraus. Klar, von einem Masseneinsatz ist man noch ganz weit entfernt, denn der Paketkopter wird bisher nur zum Transport von Arzneimittel von Norddeich zur 12km entfernten Insel Juist verwendet. Der Aufwand ist enorm, denn jeder Flug wird von einer Bodenstation überwacht und auch die Flugsicherung ist jedes mal involviert. Aber Respekt: DHL lässt Ankündigungen Taten folgen.

Der Transportbehälter sticht aufgrund seiner Tropfenform gleich ins Auge:

Quelle: Deutsche Post AG
Quelle: Deutsche Post AG

Das kann doch nicht sein!? Leider doch

Wer kann mir nach folgendem Video des GoPro-CEO Nick Woodman sagen, um was es bei der „ALS Ice Bucket Challenge“ geht? Ice Bucket Video Nick Woodman auf Facebook Kleiner Tipp: Es geht nicht um GoPro-Kameras, sondern eigentlich um ALS… Traurig, dass man anscheinend Leute nur noch mit so einem Quatsch zum Spenden animieren kann! Das kann doch nicht sein?!?! Doch kann es… ich musste auf Facebook gerade wieder feststellen, dass sich die These „Je belangloser und oberflächlicher ein Beitrag auf Facebook ist, umso öfter wird er kommentiert und geliked“ immer mehr bewahrheitet. Ich bin vor kurzem über das OCEAN CLEANUP-Projekt mehr zufällig gestolpert: Der 19-jährige Boyan Slat tüftelt seit mehreren Jahren an einer Idee, wie man die Weltmeere von dem unzähligen Plastikmüll befreien kann, z. B. bei Wikipedia kann man sich über dieses Problem schlau machen: Plastikmüll in den Ozeanen (wusste bisher  auch nicht, dass das so schlimm ist!) Für mich klingt das Konzept von Slat schlüssig und ich halte es für unterstützenswert! Endlich mal einer der wirklich was macht und nicht nur labert. Neben einer kleinen Spende (schon mit weniger als 5 Euro kann man das Projekt unterstützen) war gleich klar, dass ich in meiner privaten Facebook-Timeline und in der von ein paar Seiten/Gruppen das Projekt „teilen“ wollte. Trotz mehrerer Tausend „Empfänger“, das Ergebnis war mehr ernüchternd: Ein paar „Likes“, 0 (Null!) Kommentare. Zur gleichen Zeit wird beim hundertsten Bild von einem Hund am Strand im Sekundentakt auf „gefällt mir“ geklickt oder von zig Leuten wird per Kommentar auf Fragen wie „Weiss jemand wie das Wetter nächste Woche in xy wird???“ geantwortet. Ich erwarte ja nicht, dass andere Leute gleich meine Begeisterung für etwas teilen. Aber das ein so wichtiges Thema so gut wie keinen interessiert hätte ich dann auch nicht erwartet: Nicht mal ein „Die Idee ist Mist, das funktioniert nicht“ oder „Es gibt wichtigere Probleme“. Nichts. Zeit müsste doch da sein, für den anderen Quatsch ist sie es ja auch! Ich spreche ja keinem ab, belanglosen Käse auf Facebook zu posten, zu kommentieren oder zu liken – mache ich auch ständig 😉 Aber man darf doch nicht die ernsten Themen total übersehen – oder nur sehen wenn sich ein Prominenter Eiswasser über den Kopf kippt…. Wirklich schade, bin wohl zu naiv gewesen. Aber da ich immer noch ein bisschen naiv bin, poste ich auch hier das Erklärvideo von OCEAN CLEANUP. („Nüchternere“ Infos und Videos gibt’s auf der Website www.theoceancleanup.com)

Ubuntu Edge: Eigentlich cool, aber…

Im ersten Moment war die Meldung, dass „Linux-Hersteller“ Ubuntu ein eigenes Smartphone raus bringen will relativ uninteressant. Anscheinend möchte mittlerweile jeder ein eigenes Handy produzieren, zuletzt ja Firefox. Während das Alleinstellungsmerkmal beim Firefox-Smartphone sicherlich der günstige Preis ist hätte man das sicherlich von einem Ubuntu-Handy auch erwartet, aber nichts da, ganz im Gegenteil: Der Preis des Ubuntu Edge ist mit (mittlerweile) knapp 700 Dollar sogar relativ hoch bzw. richtig hoch! In meinen Augen ist das das Todesurteil für das Handy, die ganz große Mehrzahl der User wird in diesem Preissegment zu iPhone und Samsung Galaxy-Handys greifen, denn für „Linux“ gibt man einfach nicht so viel Geld aus. Ich auch nicht, zumal ich bekanntermaßen kein großer Freund von Linux bin. Schade, denn wenn man sich das Ubuntu Edge mal genauer anschaut ist es gar nicht mal so schlecht. Alleine die Hardware-Daten wissen zu beeindrucken:

  • 4GB RAM
  • 128 GB interner Flash-Speicher
  • Saphirglas (soll wohl wesentlich robuster sein als das übliche „Gorilla-Glas“)
  • sehr schneller Multi-Core-Prozessor („We’ll choose the fastest available multi-core processor“)

Trotzdem ist das meiner Meinung nach nicht das Interessanteste an diesem Handy: In Sachen „Software“ geht das Ubuntu-Smartphone einen ganz neuen Weg, denn es befinden sich praktisch 3 Betriebssysteme auf dem Handy! Einerseits kann man das Handy mit „Ubuntu mobile“ oder aber mit Android booten . nicht schlecht, ma hat also die Qual der Wahl. Andererseits fungiert das Handy als kompletter „Desktop-Rechner“ mit einem „normalen“ Linux-Betriebssystem, wenn man es mit einem Monitor und Tastatur verbindet. Das erste Smartphone, welches wirklich eine Art „Hosentaschen-PC“ ist. Das ist schon ein cooles Konzept. Man hat weiterhin nur ein Handy aber immer seinen PC mit dabei. Dank 128 GB Speicher hat man auch ausreichend Platz, und sollte das nicht reichen kann man ja immer noch diverse Cloud-Dienste benutzen. Aber wie gesagt: Ich glaube trotz beeindruckender Fähigkeiten des Handys nicht an einen Erfolg, mittlerweile braucht man da auch kein großer Prophet für sein, denn das ausschließlich über die Crowdfounding-Plattform Indigogo angekurbelte Projekt droht zu scheitern. Um es mir mit allen zu verscherzen: Wenn das Handy ein iPhone wäre, beim Verbinden mit einem Monitor und Tastatur als Desktop-Betriebssystem aber Windows booten würde, würde ich es mir kaufen 🙂 🙂

Nordseekrabben essen verboten

Nordseekrabben sind eigentlich gar keine Krabben, sondern genauer gesagt Nordseegarnelen (kann man z.B. bei Wikipedia nachlesen). Es mag sie nicht jeder, ich gehöre zu denen die sie ganz gerne essen – genauer gesagt gehörte ich dazu, denn seit einem ZDF-Fernsehbeitrag ist mir der Appetit auf Nordsee-Krabben gründlich vergangen. Wer wissen will warum, sollte sich einfach die Dokumentation „Vorsicht Krabben“ in der ZDF-Mediathek ansehen. Der Beitrag ist der Dokumentationsreihe „ZDFzoom“ ist wirklich sehr gut gemacht und sehr interessant. Eigentlich dachte ich, man erfährt nichts wirklich Neues: Dass die Krabben vom Fischkutter an der Nordsee per LKW zum Krabbenpulen (schälen) nach Marrokko gefahren werden und von dort wieder zurück war mir bekannt, die Auswirkungen und auch die Auswirkungen des Krabbenfangs an sich jedoch nicht.  Hier mal eine kurze Zusammenfassung der Dokumentation:

  • Bei der Krabbenfischerei gibt es mehr als 80% „Beifang“: Diese Fische werden dann wieder ins Meer geworfen. Entweder sind sie da schon tot oder werden dann von den Möwen gefressen.
  • Der Krabbenfang erfolgt mit Grundschleppnetzen: Hierbei werden Netze am Meeresboden entlang gezogen und zerstören diesen dabei (besonders schlimm, wenn’s im Weltnaturerbe Wattenmeer passiert)
  • Die Arbeiterinnen in Marokko erhalten oft weniger als den dort üblichen Mindestlohn von 190 €/Monat.
  • Das Schlimmste: Aufgrund der langen Transportwege müssen die Garnelen natürlich haltbar gemacht werden. Die dafür eingesetzten Mittel sind alles andere als gesund: Eine so behandelte Packung „Nordseekrabben“ würde eine Ratte töten, eine Menge von mehreren (ich glaube 5) Packungen ein Kleinkind…

Besonders krass fand ich im Beitrag den Hinweis, dass die Grenzwerte für den Einsatz dieser Konservierungssubstanz für alle Lebensmittel halbiert wurden, außer für Nordseekrabben – da wurden die Werte sogar um 50% erhöht! Mir war das alles nicht bewusst, aber jetzt bin ich schlauer und dass heißt: Keine Nordseekrabben mehr. Allerhöchstens mal frisch vom Kutter, ungepult, wenn man mal oben an der Nordsee ist. Die „Probleme“ beim Krabbenfang sind damit natürlich nicht vom Tisch…


Update:

Mein ehemaliger Kollege Felix hat mich via Facebook auf folgendes Video aufmerksam gemacht:
Es ist gut gemacht und passt sehr gut zum Thema: