Eat the chocolate

Bitte das folgende Post nicht ganz ernst nehmen… 😉

Wer sich schon mal mit Zeitmanagement beschäftigt hat (Seminar, Vortrag,…) wird mit großer Wahrscheinlichkeit über den Ausdruck „Eat The Frog“ gestolpert sein. Prinzipiell hört sich das System dahinter gar nicht mal verkehrt an: „Eat The Frog“ geht davon aus, dass man Frösche nicht mag und übertragen bedeutet das dann, dass man unangenehme Aufgaben am besten zuerst erledigen soll. Begründung: Man hat die lästigen Tätigkeiten vom Tisch, fühlt sich gut da die Sache schon erledigt ist und geht dann voller Energie an die weiteren, dann schöneren Aufgaben. Soweit diese Theorie. Ich stelle jetzt einfach mal eine andere Theorie auf und nenne sie „Eat the chocolate“ oder auf fränkisch: „Den Schoklad essen“. 🙂

Das Prinzip bei „Den Schoklad essen“ ist schnell erklärt: Einfach immer nur die Aufgaben erledigen die einem Spaß machen. Da man sich nicht mit „Frosch-Aufgaben“ quält, gehen diese Aufgaben schnell von der Hand, man ist effizient und hat Spaß bei der Arbeit. Was ist jetzt aber mit den lästigen Aufgaben? Die erledigt man einfach dann, wenn es wirklich nicht anders geht. Wenn also die unangenehme Aufgabe nicht mehr aufschiebbar ist (Termindruck,….), dann – und erst dann – muss man sich um diese Aufgabe kümmern. Klar, da ist die Laue nicht besonders gut, aber: Zum einen war die Laune dafür die ganze Zeit gut und man konnte effizient arbeiten, zum anderen leidet dann die Effizienz aufgrund des Termindruckes nur bis zu einem bestimmten Maß. Und ich behaupte einfach mal, dass unter dem Strich die Effizienz höher ist als bei der „Frosch-Ess-Methode“. Wenn aber gar kein äußerer Druck für so eine Aufgabe vorliegt, erledigt man die dann praktisch nie: Man spart sich also sogar mitunter eine unangenehme Aufgabe, während ein anderer diesen „Frosch“ vielleicht schon längst missmutig gegessen hat. Und daraus folgt: „Den Schoklad essen“ ist erfolgreicher als „Eat the Frog“.

P.S.:
In diesem Zusammenhang kann ich nur wärmstens das Buch Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich von Tommy Jaud empfehlen.