Das ist dreist, infranken.de!

Viele kennen den Bilderdienst Instagram, erst recht nachdem Facebook Instagram 2012 für sage und schreibe 1 Milliarde Dollar aufgekauft hat. Auch ich nutze Instagram sehr gerne, kann man doch schnell Schnappschüsse erstellen und die ganz einfach mit ein paar netten Effekten „verschönern“.  Mein Account ist nicht privat sondern öffentlich, daher mache ich keine Fotos die die Öffentlichkeit nicht sehen sollte, aber eigentlich möchte ich schon, dass nur Instagram-Nutzer diese Fotos sehen. Okay, wenn nicht kommerzielle Websites die Fotos mittels der von Instagram bereit gestellten API „anzapfen“ habe ich auch nichts dagegen – wenn das aber kommerzielle Seiten machen schon! Und genau das macht infranken.de!
infranken.de ist das Onlineangebot der Mediengruppe Oberfranken, quasi eine Art „Onlinezeitung“ mit Werbebannern und einer Bezahlschranke: Bestimmte Artikel können nur zahlende Nutzer sehen. Das mag man gut oder schlecht finden, ist aber völlig egal, denn wem’s nicht gefällt der muss ja infranken.de nicht mehr besuchen. So weit so gut. Diese, wie gesagt rein kommerzielle Website, „bereichert“ jetzt aber das eigenes Angebot mit Instagram-Fotos, indem einfach Aufnahmen mit allgemeine Tags wie z.b. #bamberg oder #bergkirchweih auf der infranken.de-Website eingebunden werden. Ob das juristisch in Ordnung ist kann ich nicht beurteilen, moralisch verwerflich ist es auf jeden Fall. Fast schon zynisch und was für eine Doppelmoral! Da wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Internet kein Selbstbedienungsladen ist und redaktionelle Leistungen Geld kosten usw.  und dann „nimmt“ man sich einfach kostenlos Bilder von Internet-Usern, ohne die irgendwie gefragt zu haben, um das eigene kommerzielle Webangebot attraktiver zu machen! Unverschämt und dreist! Das Verwerflichste an der ganzen Sache: Es würde ohne Aufwand auch anders gehen. Wenn infranken.de einfach nur Fotos mit „eigenen“ Tags zeigen würde (z.B. #infrankenbamberg oder die Kombination aus #infrankende und #bamberg), würden auch nur Bilder angezeigt, deren Urheber quasi ihr Einverständnis gegeben haben. Ist aber natürlich klar warum das nicht gemacht wird: Als User überlegt man natürlich zweimal, warum man einer kommerziellen Website kostenlos eigene Fotos zur Verfügung stellen sollte….
Wie gesagt: Wenn eine nicht kommerzielle Website (oder ein privates Hobbyprojekt) irgendwelche Instagram-Bilder verwendet ist das Okay, aber so eben nicht.
Denkt mal darüber nach bei infranken.de…