Mein neues Handy

Vodafone Magic
Nach knapp 3 Jahren war es mal wieder Zeit für ein neues Handy. Wer jetzt denkt, jetzt hat sich der neue Apple-Fan sicherlich ein iPhone geholt, hat sich geschnitten! Ich bin und bleibe kein Apple-Fan, wie bereits mehrfach erwähnt, aber trotzdem ist die Einschätzung mit dem iPhone nicht ganz falsch, denn ich habe mir sozusagen das „bessere iPhone“ geholt: Ein Handy mit Googles Android, genauer gesagt das Vodafone Magic von HTC. Und nach ein paar Tagen bin ich durchaus sehr zufrieden. An ein Tastenloses Handy hat man sich schnell gewöhnt, die Applikationen im „Market“ (Gegenstück zu Apples App Store) sind gut und kostenlos. Außerdem finde ich die etwas kleinere Größe im Vergleich zum iPhone besser: Gut, man hat ein kleineres Display, dafür kommt das Ganze dann doch eher einem Handy nahe und man muss nicht so einen „Klotz“ mit rumschleppen! 🙂
Außerdem habe ich auch schon mit den Entwicklertools für die Android-Plattform rumgespielt. Schöne Sache, vor allem, da das „SDK“ plattformunabhängig ist – ganz im Gegensatz zu dem vom iPhone, welches zwingend einen „Expensive-Sh.. ähh Mac voraussetzt. Und da soll noch einer über Microsoft lästern, Apple ist da wesentlich schlimmer…
Aber halt, ich will ja gar nicht so sein, ich kann das Vodafone Magic ja nicht nur loben. Die Texteingabe funktioniert zwar einwandfrei, trotzdem ist im Bereich des Touchscreens das iPhone/ipod touch vielleicht einen Ticken besser…

Dämlicher Aktionismus

Mittlerweile sind ein paar Wochen seit dem schrecklichen Amoklauf vergangen. Eigentlich wollte ich da schon einen Blogbeitrag schreiben, dann wieder nicht, jetzt aber doch. Eigentlich war klar, dass so eine schlimme Tat mal wieder für blinden Aktionismus herhalten muss. Das Übel an der Wurzel packen, weitreichende Verschärfungen beim Waffenrecht bzw. Änderungen bei den Schützenvereinen? Nein, natürlich nicht. Das geht ja, nicht, denn das sind ja alles viele Wählerstimmen. Und dass ein Amokläufer den Umgang mit einer Waffe und das Schießen im Schützenverein und nicht z.B. am Computer gelernt hat interessiert sowieso keinen….
Es wurde also wieder mal, wie so oft, auf Computerspielen herumgehackt, gegen die Waffenlobby selbstverständlich nicht. Eigentlich schon ein schlechter Witz, das man mit dem Verbot von Computerspielen Amokläufe verhindern will, es kommt aber noch schlimmer: Jetzt wird ein Gesetzentwurf über das Verbot von Paintball diskutiert. Man mag Paintball gut oder schlecht finden, interessant oder geschmacklos (ich hab’s einmal gespielt und finde es jetzt nicht so toll), ABER: Wo ist denn hier der Zusammenhang zu Amokläufen? Da muss man doch nur mal den gesunden Menschenverstand benutzen und sich ein paar Fakten durch den Kopf gehen lassen:

  • Wo lernt man das Schießen? Im Schützenverein mit präzisen Waffen oder auf dem Paintballplatz wo die Farbkugeln schon nach zwei Meter ungenau fliegen?
  • Wie viele von den Tätern haben Paintball gespielt (keiner,einer?), wie viele waren im Schützenverein (fast alle?)?
  • Wie wurden die Taten begangen, durch Paintballmarker oder durch echte Waffen?
  • Wo ist man mehr Einzelgänger? Auf dem Paintballplatz oder in der Schießhalle?

….
Und da wundert man sich, warum so eine große Politikverdrossenheit vorherrscht. Bei dämlichem Aktionismus und dem Kuschen vor irgendwelchen Verbänden sicherlich kein Wunder. Und das ist ja nur ein Nebenthema, von dem anderen großen Thema die Tage will ich gar nicht sprechen.
Zum Abschluss noch ein provokativer Vergleich: Das Paintballspiel soll ja mit der Begründung verboten werden, dass hier mit „realen“ Waffen das „töten“ von Menschen simuliert wird. Wenn man dieser Argumentation folgt, müsste eine Sportart wie Fechten aber sofort verboten werden…