Expensive Shit

Wer mich kennt weiss, wie ich zu Produkten von Apple stehe: Abneigend. Meine, zugegebenermaßen nicht ganz objektive, Meinung: Apple-Produkte sind ja gar nicht mal so schlecht, aber sie sind vor allem eins, nämlich verdammt teuer. Wenn man sich einen iMac spaßeshalber auf der Website zusammenklickt, muss man schon zugeben, dass das Teil recht nett aussieht und auch das Apple-Betriebssystem einen soliden Eindruck macht. Dumm nur, das man für weit weniger Geld in der PC/Windows-Welt wesentlich mehr bekommt…
Auch kann ich absolut nicht nachvollziehen, warum Apple so toll und Microsoft so schlecht sein soll. Apple ist definitiv nicht kundenfreundlicher oder „gerechter“, ich sage nur: Kostenpflichtige Firmwareupdates, nicht selbst austauschbare Akkus, und als jüngstes Beispiel, die „Freundlichkeit, den eigenen Browser bei einem iTunes-Update gleich mal mit zu installieren. Und „keine Bluescreens“ liegt schlicht und einfach an der Tatsache, dass man die wichtigen Hardwarekomponenten praktisch an einer Hand abzählen kann, da muss Windows mit „etwas mehr“ Möglichkeiten klar kommen. Apropos iTunes: Diese kostenlose Software zum Musikverwalten und -kaufen nutze ich schon seit Jahren – und da muss ich gestehen, dass diese Software schon ganz gut gemacht ist… Um aber jetzt endlich mal auf dem Punkt zu kommen und das eigentliche Thema dieses Beitrags anzuschneiden: Ich habe mir vor ein paar Wochen die passende Hardware zu iTunes gekauft. Ja, richtig, einen Ipod, genauer einen Ipod Touch, denn wenn schon Apple dann gleich richtig 🙂 Wie gesagt, ich habe das Teil jetzt schon ein paar Wochen und bin, ähh, begeistert: Einfache, intuitive Bedienung, sehr gutes Display, guter Sound, Internetfähigkeit mittels WLAN zum E-Mail-Empfang und tatsächlich auch zum surfen – dank Multitouchscreen macht das sogar Spaß. Das macht sogar soviel Spaß, dass ich unter iii.bulitippspiel.net gleich mal die grundlegenden Funktionen meines Bulitippspiels in einer speziellen Website extra für den iPod Touch gebastelt habe…
Aber trotzdem: Apple Produkte sind und bleiben „expensive shit“: Gar nicht mal schlecht, aber eigentlich viel zu teuer. Ich werde Apple daher bzw. gerade wegen des teuren Preises auch jetzt noch nicht wirklich mögen…

10 thoughts on “Expensive Shit

  1. naja, sieh’s ma so, lieber >expensive shit< als cheap shit … dafür funktioniert das zeug jetzt auch. wir setzen inzwischen auch apple-rechner zur kraftwerkskontrolle ein – das hat uns unser grützenutzbär empfohlen bzw. durch einen illuminierten apfel haben wir dessen anwesenheit zu später stunde bemerkt – ist halt ein nachtaktives tier. dies aber nur am rande. das gute ist, dass die maschinen einfach nur funktionieren und sich wenigstens mal jemand gedanken gemacht hat … ich hatte bis vor kurzem noch kein notebook mit sich automatisch illuminierender tastatur. ich muss sagen: damit tippt sich’s verdammt gut. und über’s stromkabel kann ich jetzt auch guten gewissens stolpern. also unterm strich ist es schon besser, wenn sich mal jemand um die funktion gedanken macht und nicht um den preis. der ist natürlich das killerargument, aber wohl alles clevere apple-firmenpolitik, das ganze etwas exklusiver zu gestalten. aber wieso sollten’s die jungs auch billiger verkaufen, wenn’s trotzdem gekauft wird? da sind wir ja die besten beispiele …

  2. Warum willst du denn mit deinem Computer nicht genauso viel Spaß haben wie mit deinem neuen MP3 Player!? Stell dir vor, alle Programme sind so sauber und funktional wie iTunes!
    Ich habe mich mit den gleichen Argumenten gesträubt, aber mit Eintritt in den Agenturalltag gabs dann kein Zurück mehr. Und nach wenigen Wochen, und ein paar Freunden die ihren ollen PC repariert haben wollten, weiß man dann auch warum!
    Wann bietet Apple endlich Preisnachlässe für Leute an, die andere überzeugen!? 🙂

  3. @Joern: Ich glaub unser Grützenutzbär kriegt irgendwie Provision … oder schaut zumindest fantastisch aus — aber ein Test isses auf jeden Fall Wert. Werd bei Gelegenheit ma ’n Foto posten bei uns, wenn ich dat Tier erwisch.

    Naja, der Vorteil bei dem SchmacOS + is halt, dass es das tut, was es soll. Die einzigen Probleme bis jetzt hatte ich nur mit dem 2008er Office – und dass sich die Entourage-Entwickler wohl nie mit den Outlook-Entwicklern auf ’n Bierchen treffen, sonst hätten’s mal über den Tellerrand gesehen.

    Aber das ändert ja an der Tatsache des quite userful and berechtigt expensive Shits nicht viel.

    Das Problem bei der Geschichte ist halt nur, dass du – wenn du einmal infiziert bist – ständig auf der Suche nach neuen tollen Produkten bist, oder dir sogar mehrere iPod-Nanus kaufst …

  4. @Supergau
    Wer nen Mac zur Kraftwerkskontrolle einsetzt ist aber auch leicht verblendet. Apple kriegt im Bezug aufs Thema Sicherheit die „goldene Himbeere“.
    Von Stack-Randomization, Stack-Overflow-Protection oder zügigerem Bugfixing hat man bei Apple nämlich anscheinend noch nichts gehört. Der einzige Vorteil des Macs liegt dabei dass sich wohl kaum ein Blackhat-Hacker dafür interessiert (abgesehen vom „hack-a-mac-contest“ ^^) diese Kisten anzugreifen, denn sonst wären nämlich bei den meisten Macs ganz schnell mal die Lichter aus.

    Das tolle an OSX ist seine FreeBSD-Basis (Seit Version 10) somit ist es ein UNIX-System. Das darunterliegende DarwinOS kann man sich frei herunterladen. Wenn man dann noch mit einer alternativen Oberfläche wie KDE leben kann hat man schon sein Mac-Betriebsytem. Mittlerweile ist es aber auch kein großes Problem mehr OSX stabil in VMWare oder auf normaler PC-Hardware laufen zu lassen. Wozu dann also noch Mac-Hardware? Bei den meisten Designern (die ja dieser Sekte angehören) zählt da das Argument „sieht schön aus“. Okay, stimmt ja auch. Aber dann kauft man sich son Teil halt einfach in den USA, da kriegt man das 1:1 im Dollarpreis also eine ganze Ecke billiger. Bei der Einfuhr muss man nur die Mehrwehrtsteuer von 19% zahlen, keinen Zoll (nach meinen letzten Nachforschungen). Die Tastatur kann man dann mit deutschen aufklebern belegen, wobei man sich als „coder“ wohl eher über eine englische Tastatur freuen wird, da sind die Sonderzeichen nämlich leichter erreichbar.

    Das Netzteil muss man nichtmal umrüsten, denn das geht nämlich auch einfach hierzulande mit 230V AC
    🙂

    Apple begründete seine „berzogenen“ Preise mal damit dass die Usability und das Desgin als Mehrwert zu sehen sind. Klar is Apple etwas zu teuer, aber ich find die Geräte (teilweise) so gut dass ich sie trotzdem kauf. 🙂

    Wenn man sich dann über sowas ärgert wie „Akku beim ipod wechseln kostet 70,-EU“ dann kauft man sich einfach nen Akku online und wechselt den selber… so schwer ist das nämlich garnicht. 🙂

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